Für „einsam“ gibt es kein echtes Gegenteil. Denn das Gegenteil von einsam ist schlicht „nicht einsam“ – im Sinne von: stabil eingebunden in eine verlässliche Gemeinschaft. Die wenigsten Menschen sind dauerhaft einsam oder immer gut verbunden. Die meisten leben dazwischen: mit Zeiten guter Gemeinschaft – und mit Momenten, in denen Einsamkeit in Winkeln und Ecken zu lauern scheint und plötzlich im Raum ist.
Wenn wir Einsamkeitsmomente mit Zitronendrops vergleichen, wird das Thema gleich viel handlicher. Momente, die manchmal saurer sind, als wir es gerne hätten.
„Ich bin doch nicht einsam!“
Frag eine Frau, ob sie einsam ist, und die Antwort kommt oft prompt und leicht empört: „Natürlich nicht. Wie kommst du denn darauf? Nein, ich arbeite viel, treibe Sport, habe einen tollen Freundeskreis.“
Erst im weiteren Gespräch tauchen dann oft doch Momente auf, die ein Gefühl der zeitweisen Einsamkeit verursachen:
„Mal“ einsam zu sein ist kein Problem.
Hier ein paar Beispiele:
- Weihnachten:
Es ist der 20. Dezember und im Kollegenkreis wird über die Weihnachtsfeiertage im Kreise der Familie gesprochen. Jemand fragt dich freundlich nach deinen Plänen. Wirst du sagen, dass du die einzige bist, die Weihnachten alleine zu Hause verbringt? - Flughafen:
Du landest nach eine wunderbaren Reise. Hinter der Absperrung warten Menschen, die begeistert winken, sobald sie die Person erblickt haben, auf die sie warten. Auf dich wartet niemand. Du wirst nach Hause gehen in eine stille Wohnung. - Restaurant:
Du gehst alleine essen. Nachdem der Kellner erfahren hat, dass du niemanden mehr erwartest, führt er dich an ein kleines Tischchen im hintersten Teil des Restaurants. Er hebt den zweiten Stuhl hoch und trägt ihn weg. Ein kurzer Moment, der dich tiefer trifft, als gedacht.
Wir alle kennen diese Momente. Sie sind kurz unangenehm und dann sind sie auch schon vorüber. Es ist jedoch gut, jetzt jemanden zu haben, mit dem man telefonieren oder sich treffen kann.
Was tun, wenn Saure-Drops-Momente sich häufen?
Ein saurer Drops ist erfrischend. Doch zu viele Drops können zu Sodbrennen führen.
Saure-Drops-Momente können uns zeigen, wie gut wir gegenwärtig mit der Welt verbunden sind. Sind es nur wenige, so können wir gut damit leben. Mehren sich diese sauren Zeiten, sollen wir nach den Ursachen schauen.
Saure-Drops-Momente sind selten = kein Handlungsbedarf
Saure-Drops-Momente kommen häufig vor = hier lohnt sich eine kurze Bestandsaufnahme
Drops-Momente untersuchen und sie aktiv beenden:
- Zähle mit:
Wie oft in den letzten Wochen erlebtest du einen „Saure-Drops-Moment“? - Schaue dir die Momente genauer an:
Kannst du einen Auslöser finden? War es eine Begegnung? Ein bestimmter Moment? Vielleicht auch ein Lied oder eine ungeplante Wartezeit? - Abgesehen von Begegnungen mit anderen Menschen:
Wie geht es dir gerade? Wie fühlt sich dein Leben an? - Und dann: Komm ins Handeln
Gestalte bewusst:
🎄Überlege frühzeitig, wie du die Feiertage verbringen möchtest. Feiern mit Freunden? Wellness im Winter? Spaß im Sporthotel? oder einfach zufrieden Zuhause? Finde für dich eine gute Lösung. Wenn du dich damit wohl fühlst, werden andere das akzeptieren und dich vielleicht sogar beneiden.
✈️Wie könnte ein Landung am heimischen Flughafen ohne diesen „Saure-Drops-Moment“ aussehen? Plane schon vor der Rückkehr einen Kontakt ein. Die Nachbarn bitten, kurz vor der Ankunft, die Heizung aufzudrehen? Schon vor der Abreise ein Treffen für den Anreisetag beschließen? Sorge dafür, dass dich zuhause etwas erwartet, das dir gut tut.
🍝 Den Katzentisch im Restaurant freundlich ablehnen. Du bist Gast und wählst den Tisch, an dem du dich wohl fühlst. „Kommt noch jemand?“ An dieser Stelle wäre eine Notlüge erlaubt: „Ja. Aber es kann noch ein wenig dauern. Ich bestelle schon mal.“ Und du genießt dein Essen.
Um Freundschaften und Netzwerke zu haben wenn wir sie brauchen, müssen wir frühzeitig damit beginnen, sie zu errichten.
Das Ziel der FEMALE COMMUNITY ist es, Frauen so stabil zu verbinden, dass tragfähige Gemeinchaften und verläsliche Freundschaften entstehen.
Dazu haben wir ein ausgeklügeltes System an Begegnungsmöglichkeiten entwickelt und zusätzlich ein Good-Life-Programm, das allen Frauen zur Verfügung steht.
Lerne uns kennen – wir freuen uns auf dich.
Die sauren Drops verschwinden dadurch nicht sofort.
Aber du weißt, was du tun kannst.
Und du bist nicht mehr allein damit.
