Soziale Vorsorge bedeutet heute zu entscheiden, wie und mit wem du morgen leben willst – nicht nur wovon.

Immer mehr Menschen leiden unter zunehmender Vereinzelung und ungewolltem Alleinsein. Wer nicht aktiv gegensteuert, riskiert, im Alter einsam zu sein.

In Deutschland fühlen sich ca. 12,2 Millionen Menschen einsam. Im Einsamkeitsreport 2024 der Techniker Krankenkasse geben sogar 60 Prozent der Befragten an, sich öfters einsam zu fühlen.

Besonders Frauen trifft das häufig überraschend.

Die Gründe für Vereinsamung sind vielfältig und wenig spektakulär. Sie alle zählen zu den „normalen“ Veränderungen im Leben einer Frau. So normal, dass wie selbstverständlich davon ausgegangen wird, dass die Betroffenen problemlos damit umzugehen wissen. Die Dramatik entfaltet sich weniger beim Betrachten der einzelnen Ereignisse als vielmehr in der Gesamtschau.

Die weibliche Einsamkeitsbiografie gleicht einem Trichter: Mit jeder Lebensphase wird das soziale Netz kleiner – bis am Ende kaum noch jemand übrig ist.

Spätestens wenn aus einer lockeren Beziehung ein gemeinsamer Lebensentwurf wird und Heirat und Kinder eine zentrale Rolle einnehmen, werden die gemeinsamen Zeiten mit Freundinnen weniger. Zudem driften Lebensthemen auseinander, langjährige Freundschaften lösen sich auf. Die eigene Familie steht jetzt im Vordergrund. Der Ehemann soll zufrieden, die Kinder glücklich und das Leben einfach gut sein. So wie es unzählige kleine Mädchen immer noch lernen. Um dieses Glück herzustellen und zu erhalten, investieren Frauen viel Zeit und Energie – oft auf Kosten der eigenen finanziellen Absicherung.

Irgendwann finden sie sich erschöpft und frustriert wieder. Trennung und Scheidung scheinen der unvermeidbare nächste Schritt zu sein. Nur wenige wissen, dass sich mit der Trennung vom Lebenspartner oft auch der gesamte gemeinsame Freundeskreis nach und nach auflöst. Die Kinder verlassen in den kommenden Jahren die elterliche Wohnung, um anderswo eine Ausbildung, ein Studium oder überhaupt ein eigenes Leben zu beginnen. Die eigenen Eltern werden alt und brauchen nun ihrerseits mehr Unterstützung. Und wenn die regelmäßigen Einladungen der Großmutter ausbleiben, löst sich zudem auch das verwandtschaftliche Netz so langsam auf.

„Jetzt komm ich“ – Zeit?

Für viele Frauen ist diese Zeit der Veränderungen und Umbrüche ein Anstoß, sich nun endlich auf eigene Themen zu besinnen und den eigenen Interessen nachzugehen. Nicht mehr für andere da zu sein und in jeder Hinsicht frei zu sein, lässt eine Selbstständigkeit immer attraktiver erscheinen. Es folgen Jahre der vollen Hingabe an die neue Tätigkeit: Marketing muss gelernt, Social Media genutzt, Vertriebswege gefunden, das eigene Angebot spitz gemacht werden – und neuerdings sollte auch die Nutzung von KI selbstverständlich sein.

Oder zurück in den Job. Schulungen nachholen, die so viele Jahre versäumt wurden. Einen Neubeginn in einer anderen Sparte wagen. Endlich ausreichend Zeit für Yoga und eine konsequent gesunde Ernährung. Und das alles in Zeiten beginnender Wechseljahre mit den zum Teil erheblichen körperlichen Veränderungen.

Und jetzt auch noch nach Freuden suchen? „Nee, heute nicht mehr. Ich bin so kaputt. Vielleicht morgen.“

Zeit für neue Freundschaften? Fehlanzeige.

Das ist die Einsamkeitsbiografie vieler Frauen, die sich oft jahrzehntelang um Ehemann, Kinder, Haus, Hund, Eltern, Zuverdienst, soziale Verpflichtungen, Vereinsaufgaben und so manches Ehrenamt gekümmert haben. Ein ganzes Erwachsenenleben lang für andere da, immer ein volles Haus und fest eingebunden in soziale Strukturen.
Und plötzlich: alles weg. Für manche ein Schock: „Wie konnte das passieren? Und wieso mir?“



Tragfähige soziale Beziehungen sind überlebenswichtig. Doch sie sind kein Selbstläufer.

Wir müssen selber dafür sorgen, Teil eines sozialen Netzes zu sein, das für uns da ist.

Und wir müssen damit beginnen, lange bevor wir das Netz brauchen.

Am besten: JETZT

Drei Dinge, die du brauchst, um dieses Netz zu knüpfen:

  • Begegne Menschen, die an längerfristigen Kontakten interessiert sind:
    In der FEMALE COMMUNITY treffen Frauen aufeinander, die sich eine gemeinsame Zukunft wünschen. Wie genau das eines Tages aussehen könnte, dafür haben wir schon erste Ideen. Wir denken in einem 20-Jahres-Zeitraum und erkunden in gelegentlichen Visions-Workshops die unerschöpflichen Möglichkeiten eines großen Frauennetzwerks.
  • Investiere Zeit in die Beziehungen:
    Wir wissen um die Langzeitwirkung von regelmäßigen Treffen und gemeinsamen Ritualen. Seit fast vier Jahren findet an jedem letzten Sonntag eines Monats ein Online-Treffen für alle Frauen der FEMALE COMMUNITY statt. Weitere regelmäßige Treffen kamen im Laufe der Jahre hinzu. So sorgen wir für eine sich stets wiederholende Gelegenheit zur Begegnung und für sich ständig weiter vertiefende Kontakte. Darüber hinaus treffen Frauen in selbstgewählten virtuellen „Wohngemeinschaften“ für jeweils sechs Monate zusammen und haben so viel Zeit und einen vertraulichen Rahmen, um sich im kleinen Kreis besser kennenzulernen.
  • Werde ein angenehmer Ort für andere Menschen:
    Denke weniger darüber nach, was du von anderen erwartest. Sondern finde heraus, wie du sein kannst, dass andere gerne deine Nähe suchen. In der FEMALE COMMUNITY bieten wir ein „Good-Life“-Programm, in dem die Frauen in kleinen, leicht verdaulichen Häppchen die Grundlagen bewährter Methoden kennenlernen, wie sie mehr Gelassenheit und Freude in ihr Leben bringen. Und damit zu gern kontaktierten Menschen werden.

Es ist nie zu früh und nie zu spät, neue Freundschaften zu finden.
Wir Menschen sind als Gruppenwesen konzipiert. Und auch wenn es zwischendurch erholsam sein kann, auch mal alleine zu sein, so ist doch der größte Faktor für die Entwicklung von Resilienz und Lebensfreude das Gefühl, eingebunden zu sein in ein soziales Netz.
Zu wissen, wem ich wichtig bin, wer an meinem Wohlergehen interessiert ist und wo ich mich einbringen und für andere Gutes tun kann, lässt uns länger gesund bleiben und bis zu 15 Jahre länger leben.